Zeitungsartikel

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Die "Wiesecker Blasmusik" war nur einer von vielen Programmpunkten der wieder auferstandenen Kirmes.

Stadt Gießen 06.08.2007 20 geschmückte Wagen brachten Festzug in Fahrt

Burschenschaften "Knall voll" und "Frisch weg" beenden Wiesecker Kirmespause

GIESSEN-WIESECK (kg). Ein tolles Volksfest erlebte Wieseck nach einjähriger Pause mit der zweitägigen Kirmes auf dem frisch gepflasterten Festplatz an der Sporthalle. "Es eas wirrer Kirmes in Wissich" hieß es in den vergangenen Tagen im Gießener Stadtteil. Zwei Burschenschaften, "Knall voll" und "Frisch weg", zusammengeschlossen zur Kirmes Wieseck GbR, wagten den ungewissen Schritt, wieder ein Volksfest für "Wissich" zu veranstalten. Die Bilanz nach zwei Tagen: Ihr Vorhaben gelang. Die Häuser und Tore waren bunt geschmückt, als am Samstagnachmittag ein aus 20 Nummern bestehender Festzug durch den Stadtteil rollte. Die Mühe der Burschenschaften, Flugzettel mit dem Hinweis auf die Kirmes in die Briefkästen der Häuser an der Zugstrecke zu werfen, habe sich gelohnt, freute sich ein Verantwortlicher. Mit schmissigen Klängen führte der Fanfarenzug Hansa das bunte Treiben an. Burschenschaften aus Wieseck sowie Lollar und Biebertal, Wiesecker Mädchenschaften und Ortsvereine wie Obst- und Gartenbauverein, Feuerwehr und Freunde historischer Fahrzeuge waren zu Fuß, per Rad oder mit Wagen und Fahrzeugen auf einigen Ortsstraßen unterwegs. Gut gelaunte Wiesecker standen am Straßenrand, reichten bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen den Mitwirkenden kühle Getränke und freuten sich über das Engagement und den Mut, wieder gemeinsam eine Kirmes zu feiern.
Petrus spielte natürlich eine gewaltige Rolle, er schickte bestes Wetter. Sehr gut besucht zeigte sich auch der Samstagabend nach Angaben eines Sprechers. Zu Tanz und Unterhaltung spielte am Samstagabend im 500-Personenzelt "Blue sky" auf. Gute Stimmung herrschte gestern Morgen beim Wiesecker Frühschoppen, durch den musikalisch die Wiesecker Blasmusik unter der Leitung von Walter Seibert führte und für Volksfeststimmung zum Mitmachen und Mitsingen sorgte. Begonnen hatte der zweite Kirmestag mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Frank Wendel gestaltete. Sowohl im Zelt als auch im angrenzenden Biergarten davor fanden sich bei Sommerwetter gut gelaunte Besucher ein. Gestern Abend feierten die Mitglieder der Burschenschaften das Ende der gelungenen Kirmes mit den Wieseckern.

 

 
 
 
 
 
Markus Deibel, Marc Styppa, Nils Mank und Micha Findling (von links) gehören zu den Burschenschaften, die in Wieseck wieder eine Kirmes auf die Beine gestellt haben. Bild: privat

Stadt Gießen 24.07.2007 Eine Kirmes von Wieseckern für Wiesecker

Burschenschaften organisieren Fest in kleinem Rahmen - Umzug, Bunter Abend und Frühschoppen eingeschlossen

GIESSEN-WIESECK (Äat). Wieseck ohne Kirmes, das geht eigentlich gar nicht. Im vergangenen Jahr hatten sich die Wirte zwar Mühe gegeben, eine Art Festwochenende zu organisieren, doch eine richtige Kirmes war das eben doch nicht. Diesem Zustand haben "Frisch weg" und "Knall voll" für dieses Jahr ein Ende bereitet. Die beiden Burschenschaften haben eine kleine, aber feine Kirmes organisiert. Bei den Vorbereitungen konnten sie sich über eine selbst für sie erstaunliche Unterstützung freuen. So ist es zum Beispiel gelungen, diese Kirmes über zwei Tage, nämlich am Samstag, den 4., und Sonntag, den 5. August, bereits vollständig vorzufinanzieren, als so spendenfreundlich hat sich die Wiesecker Geschäftswelt erwiesen.
Begeistert erzählen Markus Deibel, Micha Findling, Sven Hamisch, Rene Kreiling, Nils Mank und Marc Styppa von den Vorbereitungen für dieses Fest. Alles ist ein wenig kleiner geraten. Doch dadurch blieb das finanzielle Risiko eben überschaubar. Alles beginnt am Samstag um 16 Uhr mit dem großen Kirmesumzug, an dem sich bis jetzt 17 Gruppen beteiligen werden. Vorweg marschiert der Hansa-Musikzug. Am Festplatz hinter dem Bürgerhaus geht es los, kreuz und quer durch Wieseck und dann zurück zum Zelt. Das ist dieses Mal nicht ganz so groß geraten, bietet aber Platz für 500 Personen. "Wir hoffen, dass es schön eng und damit gemütlich wird", meint Deibel.
In Vergangenheit waren es die hohen Kosten, die immer wieder dafür sorgten, dass Defizite entstanden. Während es früher einen Festwirt gab, erledigen das dieses Mal die Burschen selbst. Trotz günstiger Preise, erhoffen sie sich deshalb einen gewissen Überschuss. "Da muss schon das Zelt wegfliegen oder abbrennen, wenn uns das nicht gelingen sollte", erklärt Findling schmunzelnd. Außerdem freute er sich darüber, dass ihnen sehr viel Hilfe aus Reihen der anderen Burschenschaften angeboten worden sei. Sogar die Wirte aus dem Dorf haben angeboten, beim Bierzapfen zu helfen. Am Samstagabend sollte das Zelt voll werden, denn ein Bunter Abend mit Live-Musik von "Blue Sky" steht auf dem Programm. Auch hier bleibt es beim kleinen Preis, denn als Eintritt müssen vier Euro bezahlt werden.
Unheimlich gefreut haben wir uns, dass die Schausteller uns für die beiden Tage ein außergewöhnlich großes Angebot an Geschäften zur Verfügung gestellt haben", erzählt Stuppa von einem anderen Angebot auf dem Festplatz. Neben einem kleinen und einem großen Kinderkarussell wird es eine Berg- und Talbahn geben, Losbude und Schießstand und Geschäfte mit Spielzeug und Leckereien werden ebenfalls aufgebaut. Natürlich ist auch im Zelt für Verpflegung gesorgt, denn das übernimmt Wirt Oliver Becker des benachbarten Sportheims, der während der Kirmes seine Gaststätte schließt.
Dieses Mal findet der Frühschoppen am Sonntag statt und da spielt die "Wiesecker Blasmusik" getreu dem Motto: Kirmes von Wieseckern für Wiesecker. Da soll es dann wirklich hoch hergehen und Eintritt wird nicht verlangt. Für die beiden Burschenschaften war das alles Neuland, obwohl ihnen "alte Hasen" in Sachen Organisation einer Kirmes geholfen haben. Von der Zuggenehmigung über die Gema-Erlaubnis und dem Zeltaufbau bis hin zum Einkauf der Getränke musste alles selbst erfahren werden. Doch jetzt sind alle Probleme gelöst. Am Sonntag ist für die Burschenschafter aber noch nicht alles vorbei, denn am Montag muss abgebaut werden. Da für die Organisatoren während der Kirmes Alkoholverbot angesagt ist, planen die Burschen nach dem Zeltabbau im Sportheim ein eigenes feuchtfröhliches Fest. Jetzt freuen sie sich, dass die Sache läuft: "Es is wirrer Kirmes in Wissich."

 

 
 
 

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